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KutzKarin Kutz
Steuerberaterin
Fachberaterin für Internationales Steuerrecht
Fachberaterin für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)
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Überbrückungshilfe III

Aktuelles - 06.01.2021

Diesen Monat startet die 3. Phase der Überbrückungshilfe für die Monate Januar bis Juni 2021. Die Laufzeit des Programms wird auf insgesamt 6 Monate verlängert, die maximalen Förderbeträge werden erhöht und der Kreis der Antragsberechtigten wird ausgedehnt.

So funktioniert die Förderung:

Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der freien Berufe mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio. € im Jahr 2020 können die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen, wenn sie:

im Jahr 2020

  • im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten Umsatzrückgänge von mind. 50 % oder im gesamten Zeitraum von durchschnittlich mind. 30 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum aufweisen. Für alle Monate von Januar bis Juni 2021, in denen Sie einen Umsatzeinbruch von mind. 30 % erlitten haben (ggf. auch rückwirkend für Dezember 2020), wird Ihnen in diesem Fall ein Zuschuss zu den Fixkosten gewährt. Der Fixkostenzuschuss beträgt max. 200.000 € pro Monat. Diese Regelung steht Unternehmen aller Branchen offen und ist unabhängig davon, ob in diesen Monaten eine bundesweite Schließung besteht.
  • oder im November und/oder Dezember 2020 Umsatzrückgänge von mind. 40 % aufweisen, aber nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen seit dem 2. November 2020 betroffen sind. In diesem Fall erhalten Sie für den jeweiligen Monat rückwirkend einen Fixkostenzuschuss von max. 200.000 €.
  • oder im Dezember 2020 gemäß Bund-Länder-Beschluss vom 13. Dezember direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffen sind und Umsatzrückgänge von mind. 30 % aufweisen. In diesem Fall erhalten Sie für den Monat Dezember 2020 rückwirkend einen Fixkostenzuschuss von max. 500.000 €, davon sind Abschlagszahlungen von max. 50.000 € möglich.

im Jahr 2021:

  • in einem Monat Januar bis Juni 2021 mit bundesweiten Schließungen durch einen Bund-Länder-Beschluss direkt oder indirekt betroffen sind und Umsatzrückgänge von mind. 30 % aufweisen. In diesem Fall erhalten Sie für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen einen Fixkostenzuschuss von max. 500.000 € je Schließungsmonat, davon Abschlagszahlungen von max. 50.000 €.
  • oder in einem Monat Januar bis Juni 2021 mit bundesweiten Schließungen Umsatzeinbrüche von mind. 40 % im Schließungsmonat aufweisen, aber nicht direkt oder indirekt von Schließungen betroffen sind. In diesem Fall erhalten Sie einen Fixkostenzuschuss von max. 200.000 € je Monat.

Als direkt betroffen gelten alle Unternehmen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen ihres Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Indirekt betroffen sind Unternehmen, die mind. 80 % ihrer Umsätze mit direkt von der Schließung betroffenen Unternehmen erzielen.

Wie hoch ist die Förderung?

Für alle Varianten gilt, dass die Zuschüsse zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nach folgender Staffelung maximal erstattet werden:

  • Umsatzeinbruch von mind. 30 %: Erstattung von bis zu 40 % der monatlichen Fixkosten.
  • Umsatzeinbruch von mind. 50 %: Erstattung von bis zu 60 % der monatlichen Fixkosten.
  • Umsatzeinbruch mehr als 70 %: Erstattung von bis zu 90 % der monatlichen Fixkosten.

Was wird erstattet?

 

Nach den derzeitigen Hinweisen des BMWi sollen die förderfähigen Fixkosten bei der Überbrückungshilfe III nach den Grundsätzen der Überbrückungshilfe II berechnet werden. Unter anderem werden folgende Kosten anerkannt: Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 %, bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 €, Marketing- und Werbekosten. Die laufend aktualisierten FAQs .zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Textsammlungen/ueberbrueckungshilfe-lll.html

Wie kann der Antrag gestellt werden?

Das Antragsverfahren gestaltet sich wie bisher zweistufig (mit Schlussabrechnung) und wird derzeit vorbereitet. Es soll bereits im Monat Januar die Möglichkeit von Abschlagzahlungen (bis max. 50.000 €) durch einen Antrag in einem vereinfachten Verfahren geben. Der Antrag und die Schlussabrechnung sind weiterhin ausschließlich nur mit Unterstützung eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Rechtsanwaltes möglich.