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Kutz Karin Kutz
Steuerberaterin
Fachberaterin für Internationales Steuerrecht
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Neuer § 8d KStG erleichtert die Verlustverrechnung

Steuerberatung - 08.02.2017

Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften vom 20.12.2016 hat der Gesetzgeber einen neuen § 8d KStG eingeführt. Anteilsübertragungen an Kapitalgesellschaften von mehr als 25 % sollen in Zukunft erleichtert werden. Die Gefahr des Verlustunterganges bei einem Anteilseignerwechsel wird deutlich reduziert.

Die Neuregelung ermöglicht bei Anteilsübertragungen von mehr als 25 % den Erhalt des bisherigen Verlustvortrages, sofern der Geschäftsbetrieb in den drei Veranlagungszeiträumen vor und bis zum 31.12. des Jahres der Anteilsübertragung unverändert besteht und in den Folgejahren ohne Änderung fortgeführt wird. Der Verlustvortrag, der zum Schluss des Kalenderjahres verbleibt, in das der Anteilseignerwechsel fällt, wird auf Antrag als fortführungsgebundener Verlustvortrag gesondert festgestellt. Er kann für die Verrechnung künftiger Gewinne uneingeschränkt genutzt werden.

Er entfällt bei einer anschließenden Einstellung oder einem Ruhen des Geschäftsbetriebs, bei einem Branchenwechsel, bei der Aufnahme eines zusätzlichen Geschäftsbetriebs, der Beteiligung an einer mitunternehmerischen Personengesellschaft, der Begründung der Stellung als Organträger oder bei der Zuführung stiller Reserven auf die Verlustgesellschaft. Dies jedoch nur, soweit er zwischenzeitlich noch nicht durch eine Verrechnung mit laufenden Gewinnen verbraucht ist.

Die Regelung gilt auch für den Verlustvortrag bei der Gewerbesteuer und für den Zinsvortrag nach § 8a KStG. Sie ist rückwirkend bereits auf Anteilsübertragungen nach dem 31.12.2015 anwendbar.