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Homann Jürgen Homann
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
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Schallschutz in der Wohnungseigentümergemeinschaft

WEG-Recht - 07.03.2018

Häufig werden in Eigentumswohnungen Teppichböden entfernt und stattdessen Parkett oder andere wischbare Bodenbelege eingebaut. Durch diesen Wechsel vom weichen zum härteren Bodenbelag erhöht sich in der Regel der Trittschall. Stärkere Geräuschübertragungen in darunterliegende Wohneinheiten sind die Folge.

Gleichwohl kann von dem Wohnungseigentümer, der den Wechsel der Bodenbeläge in seiner Wohnung herbeigeführt hat, nicht ohne weiteres die Wiederherstellung eines höheren Schallschutzniveaus verlangt werden. Grundsätzlich sind nur die Schallschutzwerte einzuhalten, die sich aus der zur Zeit der Errichtung des Gebäudes geltenden Ausgabe der Schallschutznorm (DIN 4109) ergeben. Werden diese auch mit Parkett o.ä. eingehalten, kann die Auswechselung des Bodenbelags nicht verlangt werden.

Die Auswahl des Bodenbelags betrifft die Gestaltung des Sondereigentums. Darin ist der jeweilige Wohnungseigentümer grundsätzlich frei. Der Schallschutz muss in erster Linie durch die im Gemeinschaftseigentum stehenden Bauteile gewährleistet werden (z.B. durch „schwimmenden“ Estrich).